Best of soaring 2016 – Bilder aus dem vergangenen Jahr

Am Ende des Jahres ist es immer an der Zeit, die geschossenen Fotos aus der Vergangenen Saison noch einmal durch zu gehen, um die schönsten Bilder erneut zu überarbeiten und dann zusammen zu fassen. Veröffentlicht habe ich sie in der Vergangenheit immer auf Facebook. Dieses Jahr werden die schönsten Bilder jedoch auch hier veröffentlicht. Viel Freude beim Anschauen:

Ostwelle im Schwarzwald am 18.01.2017

Was für ein besonderes Erlebnis! 471 km im Schwarzwald und das schon im Januar. Danke an die Crew aus Rheinstetten und die Schleppmaschine aus Landau. Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen.

Kurz zum Wetter..

Nun, die Wetterlage für meinen letzten Flug war recht eindeutig und kündigte sich bereits drei Tage vorher an. Das hat mir die Zeit verschafft meine Termine zu verlegen und den Kontakt nach Rheinstetten auf zu bauen. Der Knackpunkt an diesem Tag lag nämlich in der „feuchten“ Grundschicht. Durch den Ostwind stauten sich die Wolken der thermisch aktiven Luftmasse vor dem Schwarzwald an. Ein Start von meinem Heimatflugplatz Poltringen wäre nicht möglich gewesen.

Kurz zum Flug..

Der Einstieg in die Welle ging mit etwas Probieren ganz gut. Nachdem ich mich zuerst von einigen Lentis (schiefen Wolken :D) verleiten lies früh aus zu klinken merkte ich schnell, dass die Optik auch schon alles war und ich mich noch nicht in der Welle befand. Aus der Erfahrung meines letzten Fluges im November wusste ich, dass ich den Einstieg direkt an der Lee-Kante des Murgtals finden muss. Also flog ich gegen den Wind vor, bis ich an der Stelle angelangt war an der sich immer wieder kleine Wolkenfetzen bildeten, die dann sofort mit dem Wind mitgetragen wurden. Dabei verlor ich natürlich noch einmal deutlich an Höhe und kam einige Meter unter der Wolkenbasis an. Nach wilden Minuten im Rotor konnte ich luvseitig unter einer Wolkenfluse heraus in das laminare Steigen stechen und den „Fahrstuhleffekt“ genießen. Ab dann war es recht einfach. Nur noch den einprogrammierten Wendepunkten zu den Einstiegsstellen der Wellen folgen und so den Schwarzwald ritsch-ratsch hoch und runter fliegen.

Die Wahre Sensation erbrachten an diesem Tag Matthias Arnold und Dennis Leip. Ihnen gelang der Sprung von der Odenwald-Welle in die Schwarzwald-Welle und zurück!
Zu den Flügen des Tages.

Wendepunkte Aufgabe und Wetter für Nachahmer 😉
Meine Wellenwendepunkte findet ihr hier: Wendepunkte Welle
Meine Aufgabe für die Route: XCsoar (.tsk) SeeYou (.cub)
Die wichtigsten Wetterkarten.

Aber nicht einfach nur blind vertrauen! Auch ein mal selber Flüge aus dem OLC analysieren.

Und jetzt das aller wichtigste, hier den Film anschauen! Viel Spaß:

Achtung! Wellenwetter kommt am 17. + 18.01.2017

Wenn man den aktuellen Prognosen glauben schenkt, so steht im Schwarzwald und auch an der Odenwaldkante bald wieder eine Ostwelle. Für Dienstag (17.01.2017) und Mittwoch (18.01.2017) sind hohe Windgeschwindigkeiten vorhergesagt. Grund dafür ist das Hoch über den Britischen Inseln und der Trog der sich im laufe des Mittwoch zu einem Kaltlufttropfen abnabeln wird. Zum Glück sind wir näher am Hoch, sodass wir kalte Polarluft bekommen und unsere Lage stabilisiert.

Update: Mittwoch wird wohl der bessere Tag!

Aber..

Es steht jedoch noch ein kleines aber im Raum und das ist die Feuchte am Boden. Die Grundschicht ist sehr feucht vorhergesagt wird der Bodennebel rechtzeitig verschwinden / werden die Woleken später unter uns zu ziehen? – Ich weiß es nicht. (Die Isobaren in der Höhenwetterkarte zeigen keine sehr eindeutig geprägte Krümmung und deren Divergenz ist auch nur minimal.)

(Wetter: http://www.wetterzentrale.de/)

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Update: Wir sehen uns Mittwoch in Rheinstetten 😉

Ein Bericht über den Wellenflug vom 28. November im Gäubote

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(Zum Vergrößern auf das Bild klicken.)

Auch Online: http://www.gaeubote.de/gb_11_111240635-24-72996_Auf-Leewellen-in-schwindelerregende-Hoehen-.html?GBID=929e93331a358667f672b37c6b27e9d7

The Silent Race – Film der deutschen Segelflugmeisterschaft (Junioren) in Marpingen 2016

Ein großes Event in diesem Jahr war für mich die Teilnahme an der DMJ in Marpingen. Jetzt kann ich euch einen kleinen Film präsentieren, der ein wenig erklärt wie ein Wettbewerb abläuft, wie man sich darauf vorbereitet und dabei viele schöne Bilder zeigt. Vielen Dank an dieser Stelle noch mal an alle die mich auf diesem Weg unterstützt haben!

Ostwelle im Schwarzwald am 28.11.2016

Meine erste Welle in 2016! Endlich hat es auch mal bei mir wieder geklappt :-). Einen ausführlicheren Bericht gibt es im Blog.

Ostwelle im Schwarzwald am 28.11.2016

Schade die Saison 2016 ist schon wieder vorbei. – Oder geht sie gerade erst los?

Höhenwetterkarte DWD

Höhenwetterkarte DWD

Klar, die Monsterthermik werden wir in den Wintermonaten in Europa nicht finden. Aber ganz abschreiben müssen wir die Segelfliegerei deshalb nicht! Bereits in den letzten Wochen kam es immer wieder zu Wellen-Wetterlagen im Schwarzwald, Odenwald, Pfälzerwald und erst kürzlich konnten die Kollegen in den Alpen bei schönem Fön zu einem Flug nach dem anderen starten.

Windvorhersage wetter.net

Windvorhersage wetter.net

Am Montag hat es dann endlich auch bei mir gepasst. Ein Hoch über den Britischen Inseln drückte den Trog, der die Tage zuvor noch für Trübes Wetter sorgte, weiter Richtung Osten und somit die Feuchtigkeit weg von uns. Zudem sorgte es für einen kräftigen Ost- bis Nordostwind. Die Wetterlage war mit dem GFS-Modell von Wetterzetrale wieder einige Tage vorhersehbar. Auch die Lee-Wellen Prognosen vom DWD und von RASP haben eine Aktivität im Schwarzwald vorhergesagt. (Wer sich für weitere Details zum Wetter interessiert kann hier die Karten vom Tag ansehen.)

Aufbau der Flugzeuge

Aufbau der Flugzeuge

Die 5000m fast erreicht

Die 5000m fast erreicht

So viel zum Wetter. Gemeinsam mit Clemens (vom FSV Unterjesingen) startete ich also von Poltringen aus in den Schwarzwald. Gegen 10 Uhr sind wir dann im Murgtal in der ersten schwachen Welle mit bis zu +0,4m/s gestiegen. Auch weiter in richtung Norden hinaus trug die Linie. Man konnte zwar nicht unbedingt weiter steigen, aber mit dem Netto-Variometer doch sehr gut die Tragende Linie abfliegen und somit seine Höhe halten oder nur ganz wenig verlieren. Mit dem Zeil auch ein paar Kilometer zurück zu legen sind wir dann guten Mutes an die Hornisgrinde gesprungen von wo uns auch schon ein paar Flieger entgegen kamen. Dank einiger vorher analysierter Flüge, hatten wir eine Wendepunktdatei mit einigen Hotspots auf dem PDA und konnten somit zumindest grob die richtige Stelle anfliegen. (Die Hotspot-Datei findet ihr in den Downloads.) Aber wie so oft ist dann der Einstieg doch wieder ein bisschen wo anders zu finden. Im Team hatten wir den Einstieg jedoch recht zügig und konnten mit bis zu +2m/s auf 5000m steigen!

Hoch über den Wolken - gefühlt fast schon im Weltall

Hoch über den Wolken – gefühlt fast schon im Weltall

Nun ging es weiter an den in den Süden, den Hotspots nach, bis an den Feldberg. Die Wellen trugen jedoch über 3000m garnicht mehr oder nur sehr schwach. Auf dem Rückweg konnten wir uns an Philipp Butz in der ASG29 hängen, den wir zufällig gesehen haben, und somit eine optimalere Linie zurück fliegen. Doch auch mit ihm ging es langsam immer tiefer. Ich entschloss mich schließlich in einer schwächeren Well bei Zell am Harmersbach erst einmal etwas zu Parken und Höhe zu gewinnen. Clemens flog schließlich schon etwas früher richtung Hornisgrinde und stolperte dort mit etwas Glück in die Sekundärwelle, die ich schließlich auch ansteuerte. Nachdem wir mehrmals beobachten konnten wie unter uns die Fliegerkollegen daran scheiterten wieder in die Primärwelle zu kommen war für uns klar erst mal hier so hoch zu kommen wie es geht und dann weiter zu fliegen. In 2800m ging es dann in die Primärwelle und wie zuvor trug sie uns auf 5000m! Dank eines super Lotsen in Stuttgart konnten wir nun einen ca. 100km Endanflug über die Alb nach Poltringen machen. Was für ein Flug! Danke noch mal an die Lotsen, unseren Schlepppilot Ossi, Matze für den O2 und unseren Helfer Peter!

Clemens Pape im OLC-Discus

Clemens Pape im OLC-Discus

Wer die Flüge anschauen möchte: hier geht es zu den Flügen vom Tag

Und es gibt natürlich auch noch ein kleines Video:

Sunrisefliegen auf dem Farrenberg 2016

Es war einmal wieder so weit. Die Saison und die Sommerferien gehen dem Ende zu und damit steht bei uns das traditionelle THURM-Lager für unsere Flugshüler an! Als besonderes Schmarkerl gab es auch in diesem Jahr wieder ein Sunrisefliegen. Pünktlich eine halbe Stunde vor SR ging der erste Flieger in den noch ziemlich dunklen Himmel. Die Eindrücke könnt ihr selbst im Video anschauen. Viel Spaß dabei!

Und hier auch noch ein paar Bilder:

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Ein Bericht von der DMJ im Fliegermagazin „der adler“ (Oktober|10)

Web

(Zum Vergrößern auf das Bild klicken.)

Erster Wertungstag in Marpingen

Gleich zu Beginn der Deutschen Meisterschaft der Junioren konnte die Wettbewerbsleitung eine knackige Aufgabe Stellen. Mit er 466 km großen Racing-Task war gleich einmal eine Hausnummer gesetzt. Für einige, wie auch für mich, hat es aber leider nicht nach Hause gereicht. Schuld war eine massive Abschirmung ab dem Pfälzer Wald. Schon beim Abfliegen hatte ich Probleme überhaupt auf eine komfortable Höhe zu kommen. Auf dem Letzten Schenken zurück nach Marpingen wurde dann zunehmend die Luft unter unseren Flügeln weniger. So waren wir bei den Außenlandungen wenigstens in guter Gesellschaft.