Schnitt und Bearbeitung

Du hast jede Menge Aufnahmematerial und willst einen Film daraus erstellen, weißt aber nicht wie du vorgehen sollst? Dann gebe ich dir hier ein paar Tipps wie ich meistens vorgehe.

0. Schnittprogramm

Welches Video Schnittprogramm man benutzt ist im Grunde erst einmal nicht so wichtig. Für mich hat es am Anfang eine Rolle gespielt, dass es intuitiv zu bedienen ist und mehrere parallele Video- und Audiospuren anbietet. Deshalb habe ich meine ersten Filme mit der Software von MAGIX geschnitten. Diese bietet aus meiner Sicht die wichtigsten Grundwerkzeuge und darüber hinaus auch einige Spielereien wie z.B. eine Bildstabilisierung und Farbkorrektur. Dies soll aber keine Werbung sein, es gibt sicher auch vergleichbare Programme von anderen Herstellern und auch kostenlose (Open Source) Lösungen. Ich hatte mich damals eben für MAGIX entschieden. Klar ist aber auch, wer alles individuell gestalten und die vollen Möglichkeiten der Videobearbeitung ausschöpfen möchte kommt früher oder später an den Profitools wie Premiere Pro oder Sony Vegas nicht vorbei. Diese Programme sind aber aus meiner Sicht eher nichts für einsteiger.

1. Musik

Ich überlege mir meist zuerst was ich für einen Film machen will. (z.B. mit viel Action und schnellen Szenen oder eher getragen und auf die Ruhe des Fliegens passend, etc.) Danach suche ich mir eine passende Musik, die ins Ohr geht und zur Stimmung passt. (Lizenzfreie Musik findet man auf Soundcloud, Free Music Archive oder incompetech.com. Aber solange ihr die Filme nicht zu kommerziellem Zweck nutzt ist das nicht relevant. Auf YouTube gibt es mittlerweile auch keine Probleme mehr. :-))

2. Sichten der Aufnahmen und grober Schnitt

Nachdem ich die passende Musik gefunden habe importiere ich sie direkt in meinem Schnittprogramm. Danach lade ich die erste Videosequenz in das Projekt. Diese ist meistens die primäre Perspektive, welche ich verwenden will oder auch einfach chronologisch die erste Aufnahme, die gemacht wurde. Sind gleichzeitig mehrere Kameras gelaufen oder wurde eine Szene mehrmals aufgenommen, lege ich diese gleich in verschiedenen Spuren übereinander und synchronisiere sie. Dann starte ich die Sequenzen und schaue mir an was für Material ich habe und an welcher Stelle in welcher Videospur interessantes Material vorhanden ist. Dieses wird ausgeschnitten und zusammengefügt. Du wirst sehen dass dabei sehr viel Rohmaterial rausgeschmissen wird. Das ist jedoch normal.

3. Feinabstimmung

Als nächstes stimme ich Schnitte und Musik ab. Hierbei nutze ich die Grafische anzeige der Audiospur die mir ein Schnittprogramm wie z.B. Pinnacle, Magix oder Adobe Premiere liefert. Außerdem schaue ich, an welcher Stelle ein Drop, eine Bridge oder ein sonstiger Bruch im Stück kommt und berücksichtige dies. Meistens nutze ich diesen um nach dem Intro in den Start oder das Ausklinken überzuleiten. Hierbei können nochmals Szenen rausfliegen.

4. Übergänge

Um bei manchen Schnitten noch etwas für das Auge zu tun beschäftige ich mich mit einigen Übergängen. Jedoch nicht jeder Schnitt braucht einen Übergang: weniger ist mehr! Haltet euch zu Beginn nicht zu lang damit auf und schaut erst was euch in anderen Videos positiv auffällt und versucht es dann selber um zu setzen. (Einige Effekte sind z.B.: Schwarzblenden, Überblenden, Weichzeichnen, Überhellen, uvm.)

5. Titel hinzufügen

Zum Schluss kommen noch Titel und Abspann hinzu. Meistens habe ich dafür schon Vorlagen aus vorherigen Projekten. Hierbei kann sich jeder Produzent individualisieren.

6. Exportieren

Nach dem Exportieren in euer gewünschtes Format seid ihr dann auch schon fertig! (Meine Exporteinstellungen sind meist (H.264) mp4 HD 1080p 30 fps mit 10MBit/s Video und 320KBit/s Audio)

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