Pfälzer Welle am 05.10.2017

Wellenauftakt 2017 im Rheintal – Sturmtief Xavier trägt uns hoch hinaus.

Am vergangenen Donnerstag bin ich nach einer kurzfristigen Entscheidung (Mittwochabend um 20 Uhr) mit dem Discus (BW3) zu Matze (Matthias Arnold) nach Weinheim gefahren. Das Tiefdruckgebiet über Norddeutschland sorgte bei uns etwas weiter südlich für starken Westwind. Leider ist solch ein Tief meist mit viel Feuchtigkeit verbunden und im Laufe des Mittags sollte uns dann auch noch eine Kaltfront treffen. Diese war laut den Vorhersagemodellen auf 14 Uhr prognostiziert. Am Vorabend ging ich aufgrund der sehr feuchten Vorhersagetemps noch von einer geschlossenen Schichtbewölkung aus. Somit war der Plan früh morgens zu starten und schön am Hang zu fliegen.

Als ich um 4:15 Uhr von zu Hause Richtung Weinheim startete wurde mir schnell klar, dass die Vorhersage etwas zu pessimistisch mit der hohen Feuchte war, denn es waren nur ganz vereinzelt Wolken zu sehnen. Der aktualisierte Wetterbericht bestätigte das. Schon auf dem Weg aus dem Schwarzwald ins Rheintal schimmerten die schwunghaft geformten Zirren und Lentis im Mondlicht. So langsam wurde mir klar, dass das wohl doch auch einen Wellenflug bedeuten könnte. Zum Glück habe ich auch den Sauerstoff eingepackt, dachte ich nun voll Vorfreude.

Um 6 Uhr kam ich schließlich in Weinheim an. Es war noch stockfinster und nur der Mond und die Außenbeleuchtung der Fliegerhalle spendeten uns etwas Licht um die Flugzeuge aufzurüsten und uns startklar zu machen. Punkt 7:05 Uhr Startete Matze im Duo Discus ca. eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang im F-Schlepp. Ich folgte ihm 25 min später als Nummer zwei. Der Schlepp ging geradlinig über das Rheintal Richtung Bad Dürkheim wo sich ein guter Einstiegspunkt für die Primärwelle befindet. Bei 80 km/h Windgeschwindigkeit trug uns das laminare Steigen mit 1 bis 1,6 m/s auf 3000m MSL. Die Flugsicherung ließ uns leider ohne Transponder nicht höher als FL100 steigen. (Also blieb der Sauerstoff leider doch unbenutzt. 😉 )

Mein Tracking über den Tagesverlauf

Dann ging’s auf Strecke! Entlang der Pfälzerwald-Kante starteten wir zunächst nach Norden bis zum Frankfurter Luftraum um dann um 180° zu wenden und wieder in den Süden zu fliegen. Dieses Jo-Jo lässt sich in der Welle entspannt hin und her fliegen. Leider war das Aufwindgebiet jedoch nicht durchgängig, weshalb wir nicht die komplette Kante bis in den Süden abfliegen konnten. Bei 70 bis 100 km/h Wind muss man dabei den Knüppel auch schon deutlich nach vorn drücken um überhaupt voran zu kommen und beim Steigen aufpassen, dass man nicht rückwärts fliegt. 🙂 Nach drei Stunden kamen somit dennoch 350 km Strecke zusammen.

Gemeinsam mit Alex (Alexander Meinicke) in der DG 1000 haben wir dann in der Sekundärwelle über Mannheim noch ein paar Fotos gemacht. Man merkte jetzt auch schon langsam wie die Front immer näher kam. Zum einen wurde es immer Feuchter = die Wolken wurden immer mehr und zum anderen ging die Welle teilweise kaputt oder wurde schwächer. Doch gerade die höhere Feuchte sorgte noch einmal für ein klasse Wolkenbild und super tolle Fotos!

Matze und ich entschlossen uns schließlich zur Landung, um entspannt vor dem Regen abzubauen. Das war auch kein Fehler, denn die Windgeschwindigkeiten und Böen wurden am Boden immer stärker. Nach dem ruhigen Wellenflug hat es uns also noch einmal ordentlich durchgeschüttelt!

Danke an dieser Stelle noch mal an den LSV Weinheim, Matze, den SBW-Förderverein und D-Kader für die Unterstützung und die tollen Möglichkeiten durch das Flugzeug in diesem Jahr!

Hier gibt’s jetzt noch die Flüge des Tages und die Wendepunkte für interessierte Nachahmer.
Aber nicht einfach nur blind vertrauen! Auch ein mal selber Flüge aus dem OLC analysieren!

Für ganz interessierte gibt’s hier noch den Satelliten-Film: Satellitenbilder

 

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Quali zur DMJ 2018 geglückt

Beim Gollenberg Cup vom 25. Juli bis zum 03. August hatten wir auf dem Flugpaltz Stölln Rhinow mit dem Wetter leider keinen großen Segen. Allein die Tatsache, dass es nur drei Wertungstage gegeben hat spricht für sich. Grund dafür war ein meist sehr flacher Höhentrog über den Britischen Inseln der keine Bemühungen machte sich einmal in Bewegung zu setzen und uns permanent mit feuchtwarmer Luft versorgte.

Auch mich erwischte das „Würfelwetter“ am 2. gültigen Wertungstag hart. An einem Tag, an dem sich wirklich in einer viertel Stunde die Thermikgüte total veränderte, büßte ich durch eine frühe Außenlandung viele Punkte ein. Zwischenzeitlich befand ich mich also auf Platz 8. Das sollte für die Qualifikation zwar noch reichen, zum Glück konnte ich mit einem Tagessieg am letzten Wertungstag jedoch noch einmal zwei Positionen gut machen und mich somit sicher für die DMJ 2018 qualifizieren.

Trotz drückender Wetterstimmung hatten wir immer viel Spaß und vom Ausrichter umfangreiche Angebote an Alternativ-Programmen. Die Jugendgruppe Stölln muss man außerdem für ihren guten Bier- und Eis-Service nach der Landung oder auch nach dem Neutralisieren loben!

Natürlich auch Danke an meine Spitzenrückholer Peter, der dieses Mal wirklich jeden Tag sehr früh aufstehen musste. Danke an den SBW-Förderverein und den D-Kader für die Unterstützung und die tollen Möglichkeiten durch das Flugzeug in diesem Jahr!

Zu den Ergebnissen: http://strepla.de/scs/Public/overview.aspx?cID=442

Ein kurzes Video:

Und ein paar Bilder:

Gollenberg Cup 2017 – Junioren Quali

Das Wetter bei der diesjährigen Quali in Stölln Rhinow war leider sehr durchwachsen. Trotzdem kamen ein paar schöne Aufnahmen zusammen und ja, es hat für die DMJ 2018 gereicht. 🙂

Danke an den SBW-Förderverein für die Unterstützung in diesem Jahr! Und danke an meinen super Rückholer Peter, der dieses mal richtig was zu tun hatte. 😀

51. Hahnweide-Wettbewerb 2017

Jetzt ist auch mein Video vom Hahnweide-Wettbewerb 2017 fertig geworden. Viel Spaß beim Anschauen!